Hier vorab das Interview von Benedikts Vater Tom Wiggenhauser für Supermoto-Aktuell vom 28.9.2010

SA:Hallo Tom, Gratulation zum Titel Deines Sohnes.

SA: In welcher Position siehst Du Dich selbst? Als Vater der für seinen Sohn nur das Beste will oder als Sportler, der selbst Supermoto fährt und Titel sehen will?.

Tom:  Wie jeder Vater will auch ich nur das Beste für den Nachwuchs, so sollte es zumindest sein und so gebe ich alles, dass Bene sich wohl fühlt in seiner Haut. Meine eigene Supermoto Affinität hat sicher für Benedikts Entwicklung eine prägende Rolle gespielt aber auch die Basis für viele gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse gestellt. Auf diese Frage bringe ich gerne eine Parabel an: Wäre ich ein ausgebuffter Konzertpianist, wäre Bene sicher heute Solist. Was ich damit zum Ausdrück bringen will ist einfach:

Aus einem Kind kann nur rauskommen, was vorher als Input da war. Wenn da gutes Supermoto war, kommt das da wieder raus und wenn da Partituren eines Tastenvirtuosen gewesen wären, würde er heute klimpern - wenn da kein wertvoller Input aus der Familie ist, sondern nur das TV und die Straße, dann kann auch nur genau das aus dem Kind wieder raus, wenn es im entsprechenden Alter ist.

 

SA: Was denkst Du ,was das Wichtigste ist ,das Eltern tun sollen. damit ihr Kind im Supermotosport Erfolg hat aber auch der Spaßfaktor nicht auf der Strecke bleibt?

Tom: Wenn ich auf die Jungen im Sport schau, dann sehe ich zuerst Eines: Da sind Väter, die wichtige Zeit mit Ihren Kinder verbringen, Ihnen dabei etwas ermöglichen, das den Umgang mit Verantwortung und Zielstrebigkeit fördert und soziale Bindungen stärkt. Damit tun die schon das Entscheidende. Darüber hinaus wird Motivation und Leistung in einem ausgewogenen Verhältnis zu Druck und Freiraum stehen müssen, damit die Kids richtig aus sich raus können und damit über sich und Andere hinauswachsen.

 

SA: Welche Klasse(n) wird Benedikt 2012 fahren?

Tom: Benedikt fährt 2011 auf jeden Fall bei Supermoto Style Factory auf dem 2010er Bike als Junior. Bene hat jetzt die optimale fahrerische Form und körperliche Größe für dieses excellente, individuell gebaute Bike. Er ist zudem nächstes Jahr mit 13 eigentlich noch zu jung für die S3, die Starter ab 14 zuläßt. Evtl würde er auch eine Ausgenehmigung bekommen können, aber es kann nicht darum gehen immer der Jüngste zu sein. Der internationale Vergleich ist das Interessante. Wer seines Alters kann auf einem Bike seiner Altersklasse was? Dieser Frage wollen wir 2011 nachgehen, in der Schweiz, in Österreich in Italien, in Holland in Frankreich und in Spanien.

Die DM wird sicher auch Station sein, aber ich sehe auch die Tendenz der Starterfelder in der DM und die damit einhergehende Banalisierung der Serie. Als Vater des jüngsten Starters aller Klassen und intensiver Beobachter der Nachwuchsarbeit des Promoters kann ich nicht mit einem Promoter zufrieden sein bei dem die Jugend sich nicht wohl fühlt. Letztenendes wird Lars entscheiden ob wir die DM ganz fahren, oder eine PR Tour für den Sport starten und einmal durch die europäischen Jugendserien ziehen.

Die S3 wird sicher 2012 das Ziel sein. Wir halten es aber für sinnvoll, Bene schon jetzt ein 250ccm Trainingsmotorrad hinzustellen um den Einstieg dann auf einem absolut siegfähigen Trainingsstand 2012 zu ermöglichen. Welcher Motorradpartner diese besonnene Herangehensweise mitgeht wird sich zeigen, Lars wird den Intermottermin nutzen um für Bene Gespräche zu führen und Bene wird auch dort sein.

SA: Danke für das Interview, ich hoffe wir können Benedikt bei der Intermot an unserem Stand begrüßen.

Interview Samy Ebel, Supermoto Aktuell

www.supermoto-aktuell.de

 

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